Nephrologie

Die retinale Gefäßanalyse untersucht statische und dynamische Gefäßparameter, die den stationären Gefäßzustand und die Gefäßfunktion bzw. Regelfähigkeit der Mikrozirkulation quantifizieren und gut validierte kardiovaskuläre Risikoindikatoren sind. Systemisch bedingte Veränderungen an den kleinen Arterien und Venen der Mikrozirkulation und deren Regelung treten an vielen Organen, wie auch in der Niere in ähnlicher Form auf.

Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen stellen die Assoziationen zwischen Netzhautgefäßveränderungen, arterieller Hypertonie und Nierenveränderungen dar. Ein sehr guter Beleg für die Aussagefähigkeit der retinalen Gefäßanalyse sind Studienergebnisse, die belegen, dass die venöse Dysregulation der Netzhautgefäße ein Prädiktor für die Sterblichkeit von Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz im Endzustand ist.

Die Niere spielt eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des systemischen arteriellen Bluthochdruckes. Umgekehrt führt der arterielle Bluthochdruck zu Veränderungen in der Mikrozirkulation, die sich am Auge letztlich als Endorganschaden mit der retinalen Gefäßanalyse untersuchen lassen.

Aktuelle Publikationen zum Einsatz der Imedos-Technologie in diesem Fachbereich

  • Günthner R, Hanssen H, Hauser C, et al. Impaired Retinal Vessel Dilation Predicts Mortality in End-Stage Renal Disease. Circ Res. 2019;10.1161/​CIRCRESAHA.118.314318. Abstract
  • Montero D, Haider T, Nägele MP, et al. Effects of hemodialysis on blood volume, macro- and microvascular function. Microvasc Res. 2020;129:103958. Abstract