Systeme der Dynamischen Gefäßanalyse

Die dynamische Gefäßanalyse zeigt den Gesundheitszustand der Mikrozirkulation und bietet eine einzigartige Methode zur Früherkennung des Gefäßrisikos von Patienten.

Der Dynamic Vessel Analyzer (DVA) wurde speziell für die Methode der dynamischen Gefäßanalyse entwickelt und ist ein weltweit einmaliges Gerätesystem zur Untersuchung der Funktion von Gefäßen und deren Regulation.

Mit dem DVA werden dafür Bildsequenzen des Fundus aufgenommen und ausgewertet. Die Untersuchung erfolgt nichtinvasiv und unter Echtzeitbedingungen. Sie ist somit völlig schmerzfrei für Patienten.

Die Standardanwendung des DVA ist die Untersuchung der mikrovaskulären Dysfunktion (MVD). Diese spielt eine Schlüsselrolle bei vielen Mikrozirkulationsstörungen und vaskulären Erkrankungen in verschiedenen Organen.

Weitere Anwendungsfelder über verschiedene Fragestellungen und Fachbereiche hinweg finden sich in der Forschung.

Untersuchungsprinzip

  • Im Fundusbild werden die zu untersuchenden Gefäßabschnitte markiert.
  • Das DVA-System bestimmt für diese Abschnitte die Gefäßdurchmesser entlang des Ortes und der Zeit und speichert diese.
  • Diese 3D-Datenbasis des DVA kann dann beliebig nach verschiedenen Fragestellungen analysiert werden.
  • Funktionsdiagnostik: Unter Verwendung der Videofunktion kann eine beliebige Stimulation, Störung oder ein Ereignis eingebracht werden, um spezielle Funktionen oder Reaktionen der Gefäße zu provozieren und zu untersuchen.

Eine Besonderheit des DVA ist die Möglichkeit der Funktionsdiagnostik. Dafür können verschiedene Autoregulationsmechanismen während der Aufnahme von Videosequenzen getrennt voneinander stimuliert bzw. provoziert werden. Durch Aufzeichnung und Auswertung dieser Gefäßantworten können diese Mechanismen entsprechend untersucht und analysiert werden.

Der Einsatz von Flickerlicht als Standardanwendung des DVA beschreibt eine derartige Funktionsdiagnostik mit der die vaskuläre Endothelfunktion und ihr NO- Mechanismus (flußinduzierte Autoregulation) untersucht werden.

Neben der Untersuchung der großen Netzhautgefäße können mit dem DVA-System auch das Verhalten der Kapillaren sowie kapillare Regelungsmechanismen, wie beispielsweise die neurovaskuläre Kopplung, untersucht werden.

Der neue DVA 3.0 – moderne Gefäßvorsorge in dritter Gerätegeneration

Der DVA 3.0, die dritte Generation des DVA-Systems, wurde speziell für den Einsatz in der klinischen Routine entwickelt. Er bietet dieselbe optische Bildgebungsqualität wie der DVA+, ist aber deutlich kompakter und leichter.

Eigenschaften & Vorteile:

  • Schmerzfreie, nichtinvasive Untersuchung
  • Hochpräzise Optik und Analyseeigenschaften
  • Standarduntersuchungsprotokoll mit Flickerlicht
  • 3 Flickerzyklen
  • Bildwinkel 40°
  • messtechnische Auflösung < 1µm
  • Bildauflösung und Auflösung in Gefäßrichtung: 10µm
  • Zeitauflösung: 40ms
  • Makulablende
  • Kompaktes Design für einfache Bedienung und maximale Anwenderflexibilität
  • Verbesserte Reproduzierbarkeit der Analyseergebnisse (Innenfixation)

DVA 3.0 res – der DVA 3.0 als Forschungsgerät

Über folgende Optionen kann der neue DVA 3.0 auch zum Forschungsgerät DVA 3.0 res aufgerüstet werden:

  • Digitaler Videorecorder zur zeitgenauen Aufzeichnung der Untersuchungssequenzen und patientenbezogenen Speicherung der Videobildfolgen
  • Freier Zugang zur Gestaltung der Messprotokolle
  • Schnittstelle EKG-Zacke zur Pulsaufzeichnung und Synchronisation (Hard- und Softwaremodul)
  • Schnittstelle zur Blutdruckaufzeichnung (Hard- und Softwaremodul)
  • Vorbereitung von Schnittstellen zu weiteren Optionen
  • Modul Pulsanalyse

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